Und weiter geht es, nach einer Antibiotika-bedingten Pause (Bier und Antibiotika sind nicht grade gute Kumpels), mit der Vorstellung von britischen, irischen und schottischen Biere.  Soviel sei gesagt, da ist ein ganz fantastisches Bier dabei heute. Den Anfang macht

Caffrey’s Irish Ale

Ein schwierig einzuschätzendes Bier. Rote Farbe und recht cremige Krone sind der erste Eindruck. Der Geschmack ist ein wenig Ale-ig, aber irgendwie auch nicht ganz. Es schmeckt ein wenig wässrig, aber auch nicht zu wässrig. Mit 3,5% Alkohol ist es relativ leicht (steht auch “Light Beer” drauf ;) ), aber es schmeckt auch ein wenig zu leicht. Die Brauerei Caffrey war mal irisches Kulturgut, ist aber wie vieles andere auch mittlerweile in den Händen der großen Mega-Brauereien und Global Playern. Sicher, das kann mensch trinken. Wer gerne ein leichtes Bier trinkt, immer her damit. Aber es ist nicht soo bierig. Beim ersten Schluck schmeckt es noch ganz gut, die Faszination verschwindet aber mit der Zeit. Und nach einem Pint ist mensch sich kaum noch sicher, warum das am Anfang so gut geschmeckt hat. Ah, die Krone… Ja der Schaum ist echt lecker. Aber so kann ich einfach nicht mehr wie 7 Punkte geben, und das nur mit gutem Willen, denn frisch und leicht ist es… Hatte mir davon mehr versprochen.

Tetley’s Draught Bitter Ale Smooth Flow

Rot leuchtend, eine fantastische Krone, ein toller Geruch. Erinnert vom Look und Feel ;) ein wenig an das Boddington. Was nicht so sehr verwundert, denn die Tetley’s Brewery  kam ursprünglich aus Leeds, und das ist auch nur 50 Meilen von Manchester, der ehemaligen Heimat des Boddingtons (The Cream of Manchester) entfernt. Also ein weiteres Northerner Bitter Ale. Heute wird es in Tadcaster in Nord Yorkshire gebraut, also immer noch ein Northerner, mehr als das fantastische Boddington (siehe Biere von der Insel Teil 3).

Ich war daher schon gespannt, denn wie gesagt, ich finde das Boddingtons absolut großartig. Ein weiteres Northerner Bitter Ale. Und, um die Sache kurz zu machen, es ist ebenfalls großartig. Tolle Krone, toller Geruch. Ach ja, der Geruch… Das Zeug riecht leicht nach Pfirsich! Echt! Aber dann auch nach Bitter Ale. Es schmeckt auch fruchtig, aber dann ist da dieser Geschmack, denn ich an Bitter Ales so mag. Wow. Großartiges Bier. Ich bin vollkommen überrascht ob dieses überraschenden (doppelt gemoppelt, egal) Geschmacks.  Macht mich neugierig auf das “normale”, nicht Smooth Flow Tetley’s. Aber das hier ist echt ein Genuss. Schön gekühlt, das mit der Kohlensäure und britischem Bier (bzw. der Abwesenheit ersterer in letztem) hab ich ja akzeptiert… Aber das hier ist trotzdem frisch. Wow. Ja, ich bin begeistert. Daher kann ich hier, wie dem Boddington, nur 9 Punkte geben. So soll Bier schmecken. Und dabei hat das nur 3,6%. Merkt mensch aber gar nicht. Ist wunderbar rund. Und diese fruchtige Note einfach der Hammer.

Hinweis: Beide Biere wurden bei English Shop Cologne bestellt, die diese auch prompt innerhalb von 48 Stunden nach Bestellung im Web Richtung Kühlschrank geliefert haben.

Kokst ihr zuviel? Oder was ist in euren kranken Abzocker-Birnen so verkorkst, daß ihr euch auf eine dermaßen dreiste Beraubung des Konsumenten einlasst? Reicht es euch nicht, Deutschland zu terrorisieren, auszuplündern, zur Lachnummer in der gesamten digitalen Welt zu machen? Ach ja, die Rede ist von der GEMA und ihren anderen verbündeten Raubritter-Orden.

Warum die Erzürnung? Na lest selbst… Bis zu 34 Euro Aufschlag auf eine Multimedia-HDD? 17 Euro auf eine NAS-Platte? Sagt mal, kriegt ihr den Hals nicht voll? Ihr zockt doch schon jeden Konsumenten ab, mit Abgaben auf Rohlinge, Festplatten, Drucker, USB-Sticks und und und. Und hat denn ein Künstler etwas davon, wenn ihr euch die Taschen mit Gold, äh Geld vollstopft? Nein. Da kommt ja eh nichts an. Und bringt dem Konsumenten die Abgabe etwas? Bin ich dann Abmahnsicher, wenn ich 34 Euro für meine Netzwerk-Platte extra bezahle, für euch, für Urheberrechte? Nein. Natürlich nicht. Eure Abgabe bringt keinerlei Gegenleistung. Das ist, wie wenn der Staat Steuern auf Koks erhebt (sollte er mal machen, dann können einige BWL-Amöben der Verwertungsgesellschaften mal einen Beitrag FÜR die Gesellschaft leisten!) und trotzdem den Kokser hart bestraft.

Ihr seid lächerlich, ihr seid einfach nur ein antiquiertes Überbleibsel alter Zeiten. Und geht dem Konsumenten seit eurer Existenz auf die Testikel. Siehe dieser Spiegel-Artikel aus dem Jahre 1953ev.

Wegen der Contentmafia kann sich mensch kaum noch ein YouTube-Video anschauen. Weil GEMA und Co zu verbohrt sind, sich mit Google zu einigen. Google würde ja bezahlen, aber nicht die horrenden Summen, welche die Contentmafia-Lobbyisten verlangt. Selbst ein Skyrim-Video heute musste ich mir per Proxy anschauen… Man, man, man… Haben die eigentlich mittlerweile ihre VMWare legalisiert, wo sie gar nicht die passende und damit legale Lizenz hatten?

Da lieg ich krank im Bett, und dann sowas. Ist nicht gut für meinen Genesungsprozess (daher ist die UK-Bier-Rezireihe bis auf weiteres am WE verschoben, Bier und Antibiotika sind nicht so dolle zusammen).

Das diese feinen Herren ja sogar Creative Commons-Musikaktivisten abzocken hab ich ja bereits vor ein paar Wochen geschrieben. Es wird Zeit, diesem Verein und seinen Lobbyisten ein Ende zu bereiten!

Ach ja,

Ceterum censeo GEMA esse delendam

 

Wie grade wieder im ARD Presseclub gesehen, kommt grade die Bourgeoisie in Sachen “Rechtsterrorismus” nicht wirklich vom Fleck. Dieses angeblich neue Phänomen, von dem keiner wusste. Oder besser wissen wollte. Das grade der Rechtskonservatismus durch viele Elemente seiner Ideologie dem Rechtsextremismus nicht nur nahe steht, sondern ihn auch fordert und fördert ist hier die letzten Tage, Wochen, Monate, Jahre desöfteren zur Sprache gekommen.

Aber daß das Problem neu ist, ist eine Lüge. Wer erinnert sich noch an Odfried Hepp (hier ein YouTube-Link zu einer interessanten Doku), an die Wehrsportgruppe Hoffmann und in diesem Zusammenhang an den Anschlag auf das Oktoberfest und den Mord an Shlomo Lewin. An die Aktivitäten eines Michael Kühnen. Und auch Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Solingen und Mölln waren nichts weiter als blanker Terrorismus der braunen Horden. Und das waren nur die bekanntesten Fälle. Aber kam ja von Rechts, da gibts keinen Terror. Um einen Bekannten von G+ zu zitieren “Aber die anderen verbrennen Autos! AUTOS!!!”.

Schriften des alten Rechtsterrorismus, die Hepps “Abschied vom Hitlerismus”, eine durchaus wichtige Schrift des rechten Terrors, die gesamten Entwicklungen des Rechtsextremismus von alten braunen Herren zu autonomen Kameradschaften, das alles wurde vor allem von Konservativen ignoriert. Naja, sind auch immer wieder CDUler in Seminaren von rechtsextremen Stiftungen anzutreffen oder mal Nazis einladen und JUler auf NPD-Demos, oder gar unterstüzend für die NPD unterwegs wie dieser Fall aus meiner Gegend zeigt

Da 99% des Infomaterials über den militanten “Nationalsozialismus” von Antifaschisten kommen, und diese per se “Linksextremisten” sind, hört mensch von Rechts (also der Schwarzen Pest) lieber auf den, wie sich im aktuellen Fall erneut gezeigt hat, komplett inkompetenten Verfassungsschutz. Wie gesagt: “Aber die anderen verbrennen Autos! AUTOS!!!“. Obwohl bisher kein Zusammenhang zwischen brennenden Autos und “linker Gesinnung” feststellbar ist und das Ganze wohl nur eine Propagandalüge der Berliner Schwarzen Pest war.

Zum Oktoberfest-Attentat von vor 30 Jahren gibt es mittlerweile auch ein paar neue Fakten, die das Ganze in neuem Licht erscheinen lassen. Naja, neu nicht, nix was nicht einige schon seit 30 Jahren gesagt, geschrieben oder sonstwie publiziert haben. Aber für den bürgerlichen Mainstream kann sich da noch die ein oder andere Überraschung ergeben.

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